Hilfe finden

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Du hast psychische oder seelische Probleme und möchtest Hilfe finden?

Dafür gibt es verschiedene Stellen in Deutschland, die dir kostenlose Beratungen oder auch Hilfe während deiner Krise anbieten oder dich auf weiterführende Unterstützung aufmerksam machen.

Hilfe vor Ort

Sozialpsychiatrischer Dienst

Für wen? Erwachsene mit einer psychischen Erkrankung (z. B. schizophrenen Störungen, affektiven Störungen, Persönlichkeitsstörungen, posttraumatische Belastungsstörungen), Suchterkrankung oder geistigen Behinderung. Auch deren Angehörige, Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen können sich an den SpDi wenden.

Angebot: Der Dienst ist multiprofessionell besetzt aus einem Team z. B. von Fachärzten für Psychiatrie und Psychotherapie, Sozialarbeitern oder -pädagogen oder auch Krankenpflegekräfte, Ergotherapeuten und Psychologen. Sie bieten Beratung, Krisenintervention und vermitteln weitere Hilfe.

Wichtig: Auch Hausbesuche sind möglich, um die Situation in der Wohnung und dem näheren sozialen Umfeld persönlich kennenzulernen

Wo finde ich das? Der SpDi ist je nach Stadt oder Region unterschiedlich in der Kommune eingebunden. Am besten einfach auf Google sozialpsychiatrischer Dienst + deine Stadt eingeben und dir wird die nächstliegende Stelle angezeigt.

Selbsthilfegruppen

Es gibt Selbsthilfegruppen zu so ziemlich jedem Thema im Internet oder auch bei dir vor Ort. Auf der Webseite der NAKOS (Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen) findest du eine Datenbank, in der du nach deinem Thema und deiner Postleitzahl suchen kannst. Sie helfen dir auch telefonisch unter 030-31 01 89 60 bei Fragen zur Selbsthilfe weiter.

Hilfe im Notfall

Hier findest du kostenlose schnelle Hilfe rund um die Uhr.

Nummer gegen Kummer

Für wen? Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Eltern, die sich um ihre Kinder sorgen und anonym Rat brauchen.

Angebot: Die Ansprechpartner sind online oder telefonisch unter 0800-1110550 erreichbar.

Kinder- und Jugendtelefon unter 116 111 – montags bis samstags von 14 Uhr bis 20 Uhr, bei dem auch Judgendliche andere Jugendliche beraten

Elterntelefon unter 0800 111 0 550 – montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr, dienstags und donnerstags bis 19 Uhr

Online-Beratung per Mail oder Chat für Kinder und Jugendliche mittwochs und donnerstags von 14 – 18 Uhr. Bei der Mail-Beratung kannst Du uns jeden Tag rund um die Uhr schreiben.

Wo finde ich das? Im Internet unter Nummer gegen Kummer oder telefonisch unter 0800-1110550.

Telefonseelsorge

Für wen? Die TelefonSeelsorge® ist für jeden da, für alte und junge Menschen, Berufstätige, Hausfrauen, Auszubildende oder Rentner, für Menschen jeder Glaubensgemeinschaft und auch für Menschen ohne Kirchenzugehörigkeit.

Angebot: Die Nummer ist rund um die Uhr, kostenlos und anonym erreichbar: 0800 111 0 111 (evangelisch) und 0800 111 0 222 (katholisch).

Zudem bietet sie an 25 Standorten in Deutschland kurzfristig persönliche Gespräche an, die anonym und vertraulich bleiben. Auch Online Seelsorge ist möglich.

Wichtig: Es werden auch mehrsprachige Helplines angeboten und die Telefonseelsorge ist auch aus dem Ausland über Internet-Telefonie erreichbar.

Wo finde ich das? Im Internet unter Telefonseelsorge oder telefonisch unter 0800 111 0 111 (evangelisch) und 0800 111 0 222 (katholisch).

Hilfetelefon Sexueller Missbrauch

Für wen? Jugendliche und Erwachsene zu allen Fragen, die mit dem Thema sexueller Missbrauch zu tun haben.

Angebot: Die Ansprechpartner sind online oder telefonisch unter 0800-22 55 530 erreichbar.

Telefonzeiten
Di.: 16.00 bis 19.00 Uhr
Mi.: 09.00 bis 12.00 Uhr
Fr.: 09.00 bis 12.00 Uhr

Nicht besetzt an bundesweiten Feiertagen und am 24. und 31. Dezember.

Wo finde ich das? Im Internet unter Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch oder telefonisch unter 0800-22 55 530.

Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen

Für wen? Sie bieten Unterstützung für Frauen in Not, Betroffene aller Nationalitäten und Sprachen können sich hier hin wenden.

Angebot: Die Ansprechpartner sind online oder telefonisch unter 08000-116 016 erreichbar, kostenfrei rund um die Uhr

Wo finde ich das? Im Internet unter Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen oder telefonisch unter 08000-116 016.

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Quelle: Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen

Wer hilft wobei?

Hier findest du die wichtigsten Ansprechpartner, wenn du psychische oder seelische Probleme hast. Die Hilfe an diesen Stellen ist zumeist langfristiger, persönlich und du gibst deine Anonymität auf. Die Kosten übernimmt in der Regel deine Krankenkasse, dazu musst du vorher einen Antrag stellen.

Hausarzt

Wartezeit: Termine sollten auch sehr kurzfristig möglich sein.

Ausbildung: Medizinstudium + Facharztausbildung für Allgemeinmedizin oder Innere Medizin.

Wichtig: Dein Hausarzt sollte deine erste Anlaufstelle für Beschwerden jeglicher Art sein. Denn er kann Symptome einordnen und Untersuchungen veranlassen. Zudem kennt er sich in unserem Gesundheitssystem aus und verweist dich an passende weiterführende Stellen an denen du zusätzlich Hilfe bekommen könntest. Ein Hausarzt übernimmt oft die psychologische Erstversorgung, schreibt dich im Notfall krank, stellt Überweisungen zu Fachärzten aus oder verschreibt Medikamente.

Psychiater oder Neurologe

Wartezeit: Termine erhältst du in der Regel mit einer Wartezeit von zwei bis vier Wochen

Ausbildung: Medizinstudium + Facharztausbildung für Psychiatrie und Psychotherapie bzw. für Neurologie und Psychiatrie

Wichtig: Psychiater sind darauf spezialisiert psychische Erkrankungen zu erkennen und zu behandeln. Sie dürfen Medikamente verschreiben oder Laboruntersuchungen veranlassen, weil sie Ärzte sind. Manche Psychiater arbeiten niedergelassen vor Ort und bieten auch Psychotherapie an, andere arbeiten nur in einer Klinik.

Psychologe

Wartezeit: Termine erhältst du in der Regel mit einer Wartezeit von drei bis fünf Monaten.

Ausbildung: Psychologiestudium

Wichtig: Ein Psychologe hat menschliches Erleben und Verhalten erforscht, also wie ein Mensch denkt, fühlt und handelt. Auf Grund dieses Studiums haben sie Einblicke in seelische Störungen und deren Behandlungen. Doch da dein gesamtes Leben von Psychologie durchzogen ist, arbeiten Psychologen auch in anderen Lebensbereichen zum Beispiel im Marketing, Schulen oder Behörden.

Nur Psychologen mit der Zusatzausbildung Psychotherapeut dürfen sie auch als solche therapeutisch arbeiten.

Ärztlicher Psychotherapeut

Wartezeit: Termine erhältst du in der Regel mit einer Wartezeit von drei bis fünf Monaten.

Ausbildung: Medizinstudium + Facharztausbildung, die Psychotherapie umfasst: Dazu gehören Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie, Fachärzte für Psychsomatische Medizin und Psychotherapie und Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie. Oder Medizinstudium + Facharztabschluss in einem anderen Bereich + Zusatz-Weiterbildung in Psychotherapie

Wichtig: Das sind Ärzte, die niedergelassen oder in einer Klinik in einer der folgenden Fachrichtungen:

  • Verhaltenstherapie
  • tiefenpsychologisch fundierte Therapie
  • Analytische Therapie
  • Systemische Therapie

Ärztliche Psychotherapeuten dürfen auf Grund ihres medizinischen Wissens Medikamente verschreiben.

Psychologischer Psychotherapeut

Wartezeit: Termine erhältst du in der Regel mit einer Wartezeit von drei bis fünf Monaten.

Ausbildung: Psychologiestudium + Zusatzausbildung in einem psychotherapeutischen Verfahren wie

  • Verhaltenstherapie
  • tiefenpsychologisch fundierte Therapie
  • Analytische Therapie
  • Systemische Therapie

Wichtig: Psychologische Psychotherapeuten therapieren mit den oben genannten psychologischen Methoden. Sie vermitteln dir also Hilfsmittel, mit denen du mehr Kontrolle und Einsicht über dein Fühlen, Denken und Verhalten erhältst.

Sie helfen dir dabei, deine Überzeugungen und Verhaltensmuster zu erkennen und erarbeiten mit dir neue Bewältigungsstrategien. Sie dürfen nur dann Medikamente verschreiben, wenn sie ihre Approbation (Behandlungserlaubnis) erhalten haben. Ansonsten verweisen sie dich auf externe Ärzte, beispielsweise deinen Hausarzt.

Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeut

Wartezeit: Termine erhältst du in der Regel mit einer Wartezeit von drei bis fünf Monaten.

Ausbildung: Psychologiestudium, Medizinstudium, Pädagogik- oder Sozialpädagogikstudium + Zusatzausbildung in einem psychotherapeutischen Verfahren wie

  • Verhaltenstherapie
  • tiefenpsychologisch fundierte Therapie
  • Analytische Therapie
  • Systemische Therapie

Wichtig: Sie behandeln Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres und sind spezialisiert auf die besonderen Herausforderungen der Behandlung innerhalb der verschiedenen Lebensphasen von Heranwachsenden. Ebenso werden sie bei familiären Konflikten, Sorgerechts- und Umgangsregelungen, bei Fremdunterbringung sowie bei gerichtlichen Fragestellungen zu Rate gezogen.

Berufsbezeichnungen Therapeuten/ Therapie

Dieser Begriff ist nicht geschützt und mit etwas Phantasie können sich alle irgendwie xy Therapeut nennen.

Geschützt sind nur Berufe, die eine staatliche Anerkennung brauchen, wie zum Beispiel Physiotherapie, Sprachtherapie, Ergotherapie und Motopädie.

Ebenso unterliegen Ärzte, Heilpraktiker und Psychotherapeuten einer geschützten Berufsbezeichnung.

Es gibt auch sehr viele hilfreiche Therapieformen, die teils gut erforscht sind, doch nur bedingt etwas darüber aussagen, wie qualifiziert dieser Mensch ist, der sie anbietet. Oft müssen diese Therapieformen auch privat bezahlt werden oder werden nur von einer Zusatzversicherung nach Absprache übernommen. Sie werden auch nicht aktenkundig, es entstehen keine Nachteile bei Verbeamtung o. ä. wenn bei der amtsärztlichen Untersuchung deine komplette Krankenakte gesichtet wird.

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Wie finde ich einen Psychotherapeuten?

Hier schildere ich den Ablauf für kassenärztliche Versicherte, die eine kassenärztlich anerkannte Psychotherapie suchen.

Ganz generell hat jedes Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse Anspruch auf eine psychotherapeutische Behandlung. Das geht auch ohne ärztliche Überweisung, du kannst dich direkt an den Psychotherapeuten deiner Wahl wenden.

Meiner Erfahrung nach ist es sinnvoll bei mehreren Psychotherapeuten anzurufen und nach einem Termin für Probesitzungen zu fragen. So bin ich auf mehreren Wartelisten gelandet und habe meine Chancen erhöht, schneller einen Therapieplatz zu finden.

Ich habe mir eine kleine Liste angelegt, wo ich mir folgendes notiert habe:

  • Namen der Therapeutin
  • Telefonnummer, Webseite und Email Adresse
  • Therapieverfahren (für mich war damals EMDR wichtig)
  • Datum meines Anrufs
  • Länge der Wartezeit
  • vereinbarter erster Termin

1. Die Suche

Bei Google oder den gelben Seiten wirst du sehr schnell fündig. Vielleicht wurde dir auch ein Psychotherapeut empfohlen, du hast einen bei der Kassenärztliche Vereinigung gefunden oder über bundesweite Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung (Telefonnummer 116 117) wurde dir ein Termin vermittelt.

Ebenfalls hilfreich sind der Psychotherapie-Informationsdienst (PID), das Suchportal Therapie.de, die Psychotherapeutenliste der Deutschen Psychotherapeuten Vereinigung sowie die Bundestherapeutenkammer.

2. Kontakt aufnehmen

Wenn du deinen Wunschtherapeuten anrufst, wird dir in aller Regel nicht der Therapeut persönlich antworten, sondern das Sekretariat oder der Anrufbeantworter.

Hinterlasse eine Nachricht mit Bitte um Terminvereinbarung. Oft kannst du das auch per Email erledigen. In diesem Schritt geht es nur um einen ersten Termin, nicht um dein Thema oder ähnliches.

3. Die Sprechstunde

Seit dem 01.04.2018 ist die Wahrnehmung einer Sprechstunde in einer kassenzugelassenen psychotherapeutischen Praxis Voraussetzung für eine spätere psychotherapeutische Behandlung Nur wenn du innerhalb der letzten 12 Monat aus einer psychiatrischen Klinik oder psychotherapeutischen Rehabilitation entlassen wurdest entfällt diese Regelung für dich.

Hier schilderst du deine aktuelle Situation, was dich genau belastet und seit wann der Zustand schon andauert.

Der Psychotherapeuten stellt fest, ob eine Psychotherapie überhaupt erforderlich ist oder ob dir auch andere Beratungs- und Unterstützungsangebote weiterhelfen, beispielsweise psychosoziale Beratungsstellen oder Präventionskurse.

Diese Empfehlung für die weitere Behandlung wird auf einem Formular festgehalten und bei der Krankenkasse eingereicht.

Falls dieser Psychotherapeut keinen freien Platz mehr hat oder du dir ein anderes psychotherapeutisches Verfahren wünscht, kann er dir vielleicht einen Kollegen empfehlen. Alternativ versuchst du auf eigene Faust einen Therapieplatz zu finden.

Dir stehen bis zu sechs Termine à 25 Minuten zur Verfügung. Diese Termine kannst du auch zusammenlegen für bis zu drei 50-minütige Gespräche beispielsweise.

4. Die probatorischen Sitzungen

Du hast eine Empfehlung für eine psychotherapeutische Behandlung erhalten? Super, dann beginnen jetzt die sogenannten probatorischen Sitzungen. Du hast einen Anspruch auf zwei bis vier dieser Sitzungen á 50 Minuten. In dieser Zeit wird die Diagnostik durchgeführt und erste Therapieziele werden festgelegt.

Du lernst deinen Therapeuten besser kennen und ihr schaut, ob es zwischen euch passt oder nicht, ob ein Vertrauensverhältnis entsteht. Denn das braucht ihr als Basis für eure Zusammenarbeit, damit du offen und ehrlich über deine Probleme sprechen kannst.

Diese Stunden solltest du auch dafür nutzen, deine Fragen zu stellen, die dir am Herzen liegen. Zum Beispiel

  • Wie lange wird die Therapie voraussichtlich dauern?
  • Wie läuft so eine Therapiesitzung ab?
  • Wann werden die Sitzungen stattfinden?
  • Was mache ich, wenn ich einen Termin nicht wahrnehmen kann?

Fühlst du dich unwohl? Kommst du mit der Art des Psychotherapeuten nicht gut zurecht? Oder rebelliert alles in dir gegen die geplanten Therapiemaßnahmen?

Dann kannst du den Therapeuten wechseln. Auch beim nächsten Psychotherapeuten hast du wieder Anspruch auf die vollen vier probatorischen Sitzungen.

5. Ärztliche Untersuchung

Zwischen den probatorischen Sitzungen und vor Beginn der eigentlichen Therapie prüft dein Hausarzt, ob körperliche Erkrankungen ausgeschlossen werden können, die eventuell zusätzlich behandelt werden müssen.

Er schreibt den sogenannten Konsiliarbericht.

6. Die Wartezeit

Die Diagnose, die der Psychotherapeut während der probatorischen Sitzungen erstellt hat, ist die Voraussetzung für die Kostenübernahme bei der Krankenkasse.

Wenn du dich wohlfühlst und mit dem Therapeuten arbeiten willst, kann der Therapeut auch bereits nach der ersten probatorischen Sitzung den Antrag auf Therapie bei der Krankenkasse einreichen. Die restlichen probatorischen Sitzungen nutzt ihr dann bis zur Höchstgrenze aus, bis die eigentliche Therapie anfängt.

Du brauchst in der Zwischenzeit Hilfe? Dann schau nochmal weiter oben bei den Hilfseinrichtungen und Kontaktnummern, wer dir im Notfall zur Seite stehen kann.

7. Die Psychotherapie beginnt

Ja nach psychotherapeutischem Verfahren und deinem Bedarf hat die Krankenkasse eine bestimmte Stundenanzahl bewilligt – meist zwischen 25 und 50 Stunden. Jetzt fängt die Arbeit an, ihr schaut euch deine Überzeugungen und Verhaltensmuster an, ihr erarbeitet neue Bewältigungsstrategien und du erhältst zunehmend mehr Kontrolle und Einsicht über dein Fühlen, Denken und Verhalten.

8. Deine Psychotherapie endet oder wird verlängert

Generell steht es dir frei deine Therapie zu beenden, wann immer du willst. Idealerweise jedoch dann, wenn du dich wirklich besser fühlst und einen besseren Umgang mit deinen Problemen gefunden hast.

Falls das zeitlich auch mit dem Ende deiner bewilligten Stunden zusammen fällt – super! Herzlichen Glückwunsch!

Gemeinsam werdet ihr euch auf das Ende eurer Zusammenarbeit vorbereiten, Bilanz ziehen, vielleicht ein neues Hilfenetz spannen und anstehende Herausforderungen besprechen.

Andernfalls beantragt dein Therapeut rechtzeitig vor Ablauf der bewilligten Stunden einen Verlängerungsantrag vor, den er mit deinem Einverständnis bei der Krankenkasse einreicht. Die Kasse entscheidet dann erneut über deinen Antrag und über die Stundenanzahl.

Digitale Psychotherapie

Falls du keine Psychotherapeuten bei dir vor Ort hast, du mobil eingeschränkt bist oder ähnliches, dann hast du auch die Möglichkeit einer Online Beratung. Auf dem Suchportal therapie.de kannst du bei dem Punkt Therapieverfahren den Filter auf Online Beratung setzen.

digitale psychotherapie
Psychotherapeuten, die digitale Psychotherapie (Online-Beratung) anbieten

Ich muss dringend einen Psychotherapieplatz finden – was kann ich tun?

Die bundesweite Terminservicestelle (Telefonnummer 116 117) hilft dir in besonders dringenden Fällen einen Psychotherapieplatz zu finden.

Diese Dringlichkeit muss jedoch von dem Psychotherapeuten während der Sprechstunde (siehe Punkt 3) auch bescheinigt werden. Das geschieht in Form von einem 12-stellige Dringlichkeitscode. Bitte frage deinen Psychotherapeuten danach!

Die Vermittlung erfolgt dann innerhalb von vier Wochen.

Wenn du in einer Krisensituation steckst, kann sich auch eine Akutbehandlung an die psychotherapeutische Sprechstunde anschließen (statt einer Lang- oder Kurzzeittherapie).

Die Akutbehandlung

  • dient der unmittelbaren Stabilisierung und Entlastung der akuten Situation
  • besteht aus 12 Sitzungen à 50 Minuten
  • Platzvergabe über Terminservicestellen innerhalb von 2 Wochen
  • benötigt die schriftliche Empfehlung des Psychotherapeuten der Sprechstunde
  • erfordert den Besuch beim Facharzt oder Hausarzt vor Behandlung, um körperliche Ursachen ausschließen zu können
  • muss nicht bei deiner Krankenkasse beantragt werden

Du brauchst Hilfe? Dann melde dich unter kontakt@zeitfuerheldinnen.de und lass uns reden.

Alle hier aufgeführten Angaben und Informationen erfolgen ohne Gewähr, wir haben sie nach bestem Wissen und Gewissen erstellt (Stand: November 2022).

Fehler oder Ergänzungsvorschläge bitte an kontakt@zeitfuerheldinnen.de

2 Kommentare zu „Hilfe finden“

  1. Meine Tochter leidet schon länger an Angststörungen und Depressionen. Sie hält es nicht mehr aus und ich als Mutter mache mir auch Sorgen. Wir suchen momentan nach einem guten Psychotherapeuten. Ein Psychotherapeut, der ihr hoffentlich helfen kann. Danke für den Beitrag!

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