7 Tipps für stressfreie Weihnachten

tipps für stressfreie weihnachten

Diese ganz spezielle Zeit des Jahres, an der der Zusammenhalt der Familie beschworen wird, um die sich sonst die restlichen 364 Tage niemand kümmert.

Die Kinder, sonst Jogger und Jeans gewöhnt, werden in Samtkleidchen und Jacket gesteckt. Küchenabstinenzler und Anhängende der 5-Minuten-Blitz-Gerichte sollen ausgerechnet an diesen wichtigen Festtagen ein viergängiges Michelin-Menü (2 Sterne mindestens!) auf die festlich gedeckte Weihnachtstafel zaubern.

Der ideale Nährboden für Frust statt Festtagsstimmung. Es genügt ein Funke, um einen veritablen Waldbrand auszulösen. Selbst wenn der Weihnachtsbaum nur mit LED-Lichterkette geschmückt wurde.

1. Klär für dich selber, was genau dir wichtig ist.

Als erstes frage dich, ob du „in diesen Ring steigen möchtest!“. Eines unserer größten Feste für Familien birgt jede Menge Potential. In alle Richtungen.

Danach darfst du für dich klären, was dir wichtig ist. Was dir gut tut. Und: was Weihnachten für dich bedeutet. Welche Botschaft diese Fest für dich beinhaltet, rät Antje Busbach.

Wenn du das gefühlt und für dich geklärt hast, UND etwas verändern möchtest, „mache dich schlau“. Suche nach Beispiele, Idee , Vorschlägen wie es anders gehen kann.

Jetzt holst du die Personen dazu, die mit dir feiern werden. Wenn es mehrere Haushalte sind, fange mit deinem eigenen an. Überlegt und besprecht gemeinsam was das Thema ist, was deine Überlegungen dazu sind, wie du dich fühlst, und wie es den anderen geht.

Je nach Konsenz folgen weitere Schritte.

Ich lade dich ein, von innen nach außen vorzugehen. Erst dein Inneres, dann dein nahes Äußeres und dann in Kreisen weiter. Versuche kein Entweder/Oder daraus zu machen.

Und fange früh genug an, damit alle Beteiligten sich auch gedanklich vorbereiten können. Eine weitere Möglichkeit wäre nicht alles an einem einzigen Fest zu ändern sondern in kleinen Schritten vorzugehen.

Ihr könnt auch einen kreativen Austausch vornehmen, um es einmal komplett anders zu machen. Amerikanisch, afrikanisch, ganz ohne Geschenke, oder, oder, oder.

Probiere es aus.

Ich freue mich über deine Rückmeldung und wünsche dir eine herzoffene, freudvolle, geruhsame, lichtvolle, verbundene, friedvolle, genussvolle, stimmige Weihnachtszeit, zusammen mit deinen Lieben. Möget ihr in Liebe verbunden sein und doch jeder bei sich bleiben.

2. Die Halbierungs-Liste

„Das Aussortieren des Unwesentlichen ist der Kern aller Lebensweisheit.“

Laozi

Was zu viel ist, ist zu viel!

Weißt du, welche Restaurants ich hier in Portugal am meisten liebe?

Es sind die kleinen, familiengeführten Betriebe, in denen nur 3–7 Gerichte auf der Tageskarte stehen. Nicht die, bei denen ich aus 50 oder mehr Gerichten auswählen kann. Bei so viel Auswahl kann ich mich nur schwer entscheiden, gibt Jasmin Lotter zu.

Zu viel kann zu Stress führen. Auch wenn wir oft „mehr“ haben wollen: weniger ist in vielen Bereichen tatsächlich mehr.

Es gibt einen einfachen Trick, aus dem Teufelskreis des „mehr“ auszusteigen. Halte dich bei allen Dingen des Alltags an die Regel des Halbierens.

Mein Tipp für eine stressfreie Adventszeit lautet daher: Schreibe dir eine Halbierungs-Liste.

Die Liste hat nur 2 Spalten.

In der ersten Spalte steht:

  1. Was du halbieren kannst

Ein paar Beispiele

  • die Menge der Newsletter, die du abonniert hast
  • die Apps auf deinem Handy
  • die Anzahl an unterschiedlichen Sorten Weihnachtsplätzchen, die du backen möchtest (back stattdessen mehr von einer Sorte und tausche mit den Nachbarn)
  • die Zeit, die du auf Social Media verbringst

In der zweiten Spalte steht:

  1. Was du nicht halbieren kannst

Zum Beispiel

  • die Zeit, die du dich ausruhst und entspannst
  • die Anzahl an Komplimenten und wertschätzenden Worte, die du jeden Tag verteilst
  • alles, was dir wirklich am Herzen liegt

3. Stressfrei Geschenke suchen

Steht Weihnachten vor der Türe, ist der erste Gedanke oft: „Ohje, was soll ich denn bloß schenken?“ Das Thema Geschenke löst leider häufig viel Stress in uns aus – je näher der 24.12. kommt, desto schlimmer wird es. Doch das muss nicht sein! Christina Bischoff möchte dir ein paar Tipps für eine stressfreie Geschenksuche vorstellen:

  • Sprich mit deinen Liebsten ab, wieviel Geld ihr jeweils ausgeben möchtet. Dadurch fällt der Druck weg, dass es auf keinen Fall zu günstig sein darf (was denkt denn sonst der/die Andere). Und das Wichtigste: halte dich auch daran!!
  • Manchmal ist weniger mehr – über ein von Herzen kommendes, persönliches Geschenk freuen sich Menschen oft viel mehr als über etwas richtig teures, das aber unpersönlich ist. Vielleicht bastelst du etwas oder du verschönerst ein gekauftes Geschenk mit einer persönlichen Note.
  • Mach dir schon das ganze Jahr Notizen, wenn dir mal eine Idee kommt. Häufig vergessen wir es sonst bis zum Jahresende wieder.
  • Versetz dich immer in die Person hinein. Wovon redet sie vielleicht häufig, was liebt sie, was macht die gerne im Alltag. Wenn die Person erkennt, dass du speziell an ihre Vorlieben gedacht hast, hast du sowieso schon gewonnen.
  • Wenn du gar keine Idee hast, verschenke doch einfach gemeinsame Zeit mit dir. Egal ob du zum Kaffee, zu einer gemeinsamen sportlichen Aktivität oder zum Wellnesstag einlädst – was gibt es schöneres als gemeinsam Zeit zu verbringen. Ich wünsche dir viel Freude beim Geschenke suchen!

4. Mehr Klarheit für 2023

Nutze die magische Zeit zwischen den Jahren zur Rückschau und Neuausrichtung, rät Gabriele Koch-Epping.

Leider ist die Zeit um Weihnachten und zwischen den Jahren, in vielen Familien zu einem echten Stress-Event geworden. Dabei sind es die dunkelsten Tage, die uns von Natur aus zur Ruhe und Besinnung rufen.

Wusstest du, dass an Weihnachten die Rauhnächte beginnen? Sie sind eine magische Zeit, die sich für Rückzug anbieten. Laut Überlieferung werden die Rauhnächte um den 24.12. herum gestartet. Du kannst sie nutzen, um das Jahr zu beenden, reinen Tisch zu machen und alles aufzuräumen. An Heiligabend starte ich die Rauhnächte mit einem Wünsche-Ritual. Dieses möchte ich dir hier kurz erklären.

Sorge dafür, dass du ein ruhiges Zeitfenster und ein stilles Plätzchen hast. Setze dich hin, in eine Decke gekuschelt, bei Kerzenlicht und vielleicht, magst du vorher ein bisschen räuchern. Du kannst besinnliche Musik anmachen oder auch einfach nur in Stille sein.

Stell dir nun ein paar Fragen. Wie war das zurückliegende Jahr? Was willst du im neuen Jahr nicht mehr? Worauf willst du dich im neuen Jahr ausrichten? Was möchtest du in deinem neuen Jahr erleben?

Lass die Fragen einige Minuten wirken und nimm dann 13 Zettel und einen Stift zur Hand. Schreib 13 Wünsche auf die Zettel, ohne darüber nachzudenken. Lass sie einfach aus deiner Tiefe hervorkommen. Wenn auf jedem Zettel einen Wunsch steht, faltest du sie alle gleich zusammen.

Du kannst deine Wünsche nun in ein schönes Gefäß geben. Gleich am 24.12. verbrennst du den ersten Wunsch, damit er sich erfüllt. Danach kannst du dir 11 Tage lang täglich kurze Zeit nehmen, um den nächsten Wunsch zu verbrennen. Am Ende, bleibt der 13. Wunsch übrig. Um diesen kümmerst du dich ein Jahr lang selber.

Dieses kleine Ritual kann dir helfen, Weihnachten mal wieder in tiefer Besinnung für dich und deine Wünsche zu verbringen. Viel Spaß beim Ausprobieren.

5. Leichter durch die Weihnachtszeit – Weihnachten ohne zuzunehmen

Versuche nicht, jetzt abzunehmen – Gewicht halten ist das Ziel!

weiß Dr. Heike Franz aus eigner Erfahrung. Das gilt für Menschen, die ein Langzeitprogramm zum Abnehmen machen. Betrachte diese Zeit als Pause vom Abnehmen. Und selbst wenn es ein, zwei Pfund mehr sind – es ist nicht das Ende der Welt. Besser: am Tag nach dem Festessen nicht auf die Waage steigen.

Planen

Familienfeiern, Firmenweihnachtsfeiern, gesellschaftliche Events, Weihnachtsmärkte – die Liste ist lang.

Nur – wenn man jeden Tag im Dezember ausgebucht ist – dann ist es zu viel. Und es wird immer zu viel gegessen und getrunken.

Überlege, welche Feste geplant sind und stelle dir die Fragen:

  • muss ich da überall hin?
  • kann ich mir die Veranstaltungen rauspicken, auf die ich mich wirklich freue.

Ja, es gibt Verpflichtungen, denen man nicht entgehen kann. Die Weihnachtsfeier in der Firma. Aber oft reicht es ja schon, sich für einige Stunden zu zeigen.

Zurück zum Essen: In der Regel weißt du, was dich erwartet und welche Köstlichkeiten es gibt.

  • Frühstücke ordentlich, um eine Basis zu schaffen.
  • Unmittelbar vor der Party solltest du etwas essen, am besten etwas Proteinhaltiges.
  • Dann schaue dir an, was es zu essen gibt. Greife zu bei Gemüse, Geflügel und Fisch
  • Zurückhaltung beim Alkohol, bitte. Nach einigen Gläsern Glühwein oder Punch trifft man keine guten Entscheidungen mehr.
  • Ist die Versuchung zu groß, ab auf die Tanzfläche
  • Oder sich verabschieden, wenn der Alkoholspiegel bei den Kollegen steigt.

Bitte NICHT: den ganzen Tag hungern, um Kalorien zu sparen. Wenn man dann den Abend mit Alkohol beginnt, bekommt man den Heißhunger man nicht mehr unter Kontrolle, Zunge und Beine wahrscheinlich auch nicht. Gerade auf einer Betriebsweihnachtsfeier eine ganz schlechte Kombination.

Erstelle eine Wunschliste

Hier spreche ich nicht von einer Geschenkliste, sondern von Weihnachtsköstlichkeiten, die du liebst. Die du selbst nie kochen könntest oder wolltest und die es nur zur Weihnachtszeit gibt.

Damit vermeidet man schonmal, dass man gedankenlos alles in sich reinstopft, was gerade so angeboten wird.

Selbstgemachte Vanillekipferl? Ja, bitte. Billige Plätzchen aus dem Supermarkt, die im Büro überall rumstehen? Muss nicht sein.

Nur einkaufen, was du brauchst

Gerade um Weihnachten kauft man mehr, als man braucht. Es könnte ja unangekündigter Besuch kommen, es sollen ja alle satt werden.

Nach den Feiertagen ist viel übrig, zum Wegwerfen ist es zu schade, also wird schlimmstenfalls alles gegessen.

Besser ist, möglichst genau zu planen, was du kochen willst, wer wann zum Essen da ist und dann hochwertige Lebensmittel zu kaufen.

Etwas Reserve ist ok, aber es kommt keine Armee zum Essen. Und alle Geschäfte sind direkt nach Weihnachten wieder geöffnet.

Familientraditionen auf den Prüfstand stellen

Es gab schon immer Gans/Ente/Pute oder was auch immer. Weihnachtsessen sind meistens sehr reichhaltig, aber ist das noch zeitgemäß?

  • Wer nimmt überhaupt am Essen teil?
  • Mögen alle Familienmitglieder dieses Essen?

In Zeiten, wo es nicht alles im Überfluss gab, hatte ein opulentes Weihnachtsessen einen Sinn, aber heutzutage nicht mehr.

Warum nicht jetzt mit Traditionen brechen und leckere, aber leichtere Gerichte ausprobieren?

Körperliche Bewegung – ja bitte!

Jede kleine Einheit ist besser, als stundenlang vor dem Fernseher, am Esstisch oder in geselliger Runde zu sitzen.

  • Zusammen zum Weihnachtsmarkt? Warum nicht das Auto etwas weiter weg parken und zu Fuß laufen.
  • Schnee schaufeln? Klar, muss sein. Aber in der Gruppe macht es richtig Spaß.
  • Weihnachtsbaum selbst schlagen? Kann ein Riesenspaß sein, wenn es die Familie zusammen macht. Natürlich nur da, wo es erlaubt ist.
  • Telefonanrufe? Aufstehen und rumlaufen.

Es gibt viele Kleinigkeiten, Dinge, die sich leicht planen lassen.

Ganz wichtig: gelassen bleiben, genießen und die Weihnachtsfeiertage zum Entspannen nutzen.

6. Weihnachten allein verbringen

Ich habe mich vor 8 Jahren aus einigen persönlichen Gründen dazu entschieden, Weihnachten allein zu verbringen. Und das ist seitdem so geblieben. Was zunächst, auch als Entscheidung aus dem Herzen heraus, gar nicht so einfach war, hat sich mittlerweile als liebgewonnene eigene Tradition nur für mich – Steffi Finke – und mit mir entwickelt.

Zunächst einmal: Es ist vollkommen in Ordnung Weihnachten allein zu verbringen – aus welchen Gründen auch immer!

Wichtig ist, dass es dir damit gut geht! Und dafür kannst du für dich sorgen:

  • Mache dir selbst ein Geschenk und verpacke es schön!
  • Gönn dir wundervolles Essen.
  • Mache Dinge, die du immer schon mal machen wolltest, z.B. eine bestimmte Serie schauen, an einen bestimmten Ort fahren, Bücher lesen, Bilder malen.
  • Schaffe dir kleine Rituale für die Tage, bei denen du z.B. bewusst das Jahr für dich reflektierst oder dir deine Ziele und Träume für das kommende Jahr aufschreibst.
  • Genieße es einfach, dass du gerade keinen Stress hast, mit anderen in den Austausch zu gehen, Gänsebraten und Torten essen zu müssen und von A nach B zu reisen.
  • Sei dir selbst einfach genug! Und wenn du magst, verabrede dich vielleicht mit jemandem zu telefonieren.
  • Und wenn du ganz mutig bist, dann buche dir eine Reise an einen Ort, wo du immer schon mal hinwolltest und verbringe Weihnachten dort.

Egal, ob du dabei einen geschmückten Baum in deiner Wohnung stehen hast oder einfach den Trubel nicht mitmachst, feiere für dich in dieser Zeit einfach deine Selfcare-Tage.

7. Den Zauber dieser Zeit einfangen

Der Zauber der Weihnachtszeit entsteht, wenn WIR ihn zu uns einladen, weiß Kathrin Heinrich.

Er ist etwas ganz Besonderes, Berührendes, Zartes – mit Ruhe, Hinspüren und Ritualen kann diese Zeit eine ganz Besondere werden.

Wie kann es gehen? Zunächst einmal:

Bleib’ bei DIR! Ja! Das darfst DU. Dürft IHR. Was magst du? Was bringt dir Freude? Welche Rituale könntest du beginnen, die diese Zeit schöner machen?

Was ich beispielweise wunderschön finde und was vielleicht auch dir diese Zeit besonders schön machen kann:

  • Kerzen! Genieße die dunkle Jahreszeit und nutze Kerzen. Lass’ die Lampe am Esstisch aus – Candellight Dinner geht auch täglich …
  • Sowieso – der Esstisch! Heiliger Mittelpunkt des Lebens. Hier lassen sich ganz wundervoll Weihnachtsgeschichten vorlesen. Jeden Tag eine. Und der Zauber beginnt sich zu entfalten …
  • Duftteller – es ist ein Fest für die Sinne, sie aus Orangen, Zitronen, Tannengrün (selbstverständlich auf einem Spaziergang selbst gesammelt), Zimtstangen und Nelken selbst zu machen.
  • Kennst du ‘Stubenmusik’? – Heimeligkeit pur! Versprochen! Probiere es unbedingt aus und lass’ die ruhigen Takte in dein Leben einziehen. Das Leben ist Rhythmus. Und mit jedem Rhythmus, den du von außen auf dich wirken lässt, beeinflusst du auch deinen Inneren. Also: Techno-CD hat Pause für den Moment. Zarte Weisen tun es jetzt.
  • Den Kranz bei Stubenmusik flechten, Beeren vom Waldspaziergang mit dazu, Kerzen und Punsch mit Herzensmenschen. Hach ,… das Leben ist schön.
  • überhaupt: Ruhe ist eines der Geheimrezepte. Frage dich ganz bewusst: Was bringt mir Freude? Brauchst DU selbst gebackene Plätzchen oder Tante Frieda vormittags und die Großfamilie am Heiligen Abend? Nein? Dann lass’ es. Lade ein, wie es FÜR DICH gut ist.

Den Zauber dieser Zeit einfangen mit viel Zeit, Ritualen wie Kerzenschein und Geschichten Lesen. Einfach Ruhe und Verbindung zu anderen genießen, das Herz weit öffnen und alle Erwartungen loslassen. Freunde zum Esseneinladen, Kränze flechten, Lieder singen, Duftteller machen. Lauter Dinge tun, die sonst nicht ‘dran’ kommen. DAS ist Weihnachten.

Fazit

Habe den Mut, die Weihnachtszeit sowie die Weihnachtsfeiertage so zu gestalten, wie es sich für dich/ für euch am stimmigsten anfühlt. Diese Tage gehören dir und deinen Lieben und mit ein bisschen weniger Perfektion und Ansprüchen, kannst du sie wundervoll genießen.

Du feierst schon stressfreie Weihnachten? Dann freuen wir uns über deine Tipps in den Kommentaren.

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