Selbstliebe – warum, wie geht das & 5 Tipps für den Alltag

Selbstliebe lernen Bbild

Was ist das überhaupt – Selbstliebe?

Es klingt so einfach, doch irgendwie ist es doch so schwierig.

Selbstliebe, auch Eigenliebe, bezeichnet die allumfassende Annahme seiner selbst in Form einer uneingeschränkten Liebe zu sich selbst. Der Begriff ist sinnverwandt, jedoch nicht vollständig synonym, mit Begriffen wie Selbstannahme, Selbstachtung, Selbstzuwendung, Selbstvertrauen und Selbstwert.

Wikipedia

DU bist der wichtigste Mensch in deinem Leben. Die einzige Beziehung, die tatsächlich ein Leben lang halten wird, ist die Beziehung zu dir selbst.

Ist Selbstliebe wichtig?

Ob Selbstliebe wichtig ist, hängt ganz von dir und deiner Sicht auf die Welt ab. Davon, wie du deine Zeit verbringen willst. Welche Ziele du noch in deinem Leben hast.

Willst du deine Zeit mit destruktiven Selbstgesprächen verbringen? Bist du bereit, die Konsequenzen zu tragen, die das mit sich bringt?

Etwa, dass du dir deine Wünsche, Träume, Ziele nicht erfüllst. Ständig unzufrieden bist damit, was du heute alles schon wieder nicht geschafft hast. Deinem Körper dabei zusiehst, wie er immer kraftloser und energieloser wird. Weil dir paradoxerweise die Kraft und die Energie fehlen, dich liebevoll um dich selbst zu kümmern.

Und diesen Energiemangel mit Verhaltensweisen kompensierst, die dir noch mehr Kraft rauben.

  • Übermäßige Beschäftigung mit Essen.
  • Zigaretten rauchen, Alkohol trinken oder literweise Kaffee in dich reinschütten.
  • Exzessiven Sport.
  • Oder einen exzessiven Serienmarathon.
  • Dich in spirituelle Konzepte flüchtest.
  • Oder dem unangenehmen Gespräch aus dem Weg gehst und dadurch unnötige Konflikte provozierst. Mit dir selbst oder mit deinen Mitmenschen.

Übrigens: Selbstliebe heißt nicht, dass du dich vor einen Spiegel stellst und dir positive Affirmationen aufsagst. Wenn du versuchst, dir selbst in die Tasche zu lügen, wirst du das früher oder später merken.

Du bist ja nicht blöde! (Auch wenn du das vielleicht manchmal von dir glaubst…)

Mangelnde Selbstliebe

Die Abwesenheit von Selbstliebe ist die eine Sache. Die andere Sache ist die Anwesenheit expliziter Ablehnung deiner Person beziehungsweise bestimmter Anteile, führt die Sportwissenschaftlerin Isabel weiter aus.

Vielleicht auch: Selbsthass!

Dieser hält dich in einer äußerst unangenehmen Schlaufe gefangen, in der du immer wieder Mittel und Wege findest, dir dein negatives Selbstbild zu bestätigen. Indem du dir selbst gegenüber unzuverlässig bist, deinem inneren Schweinehund immer wieder nachgibst, dich zu lange an Orten und in Beziehungen aufhältst, die dir nicht gut tun und dich immer wieder in Situationen befindest, die dir noch mehr deiner Kraft und deiner Energie rauben.

Und dir vor Augen führen, dass du mit deiner Meinung über dich Recht hattest. Diese Spirale geht steil nach unten, kann deine körperliche und seelische Gesundheit beeinträchtigen und im schlimmsten Fall richtig krank machen.

Ein äußerst unangenehmer Zustand, wie ich dir versichern darf.

Dieser Anspruch, der vor allem über die sozialen Medien an uns dringt, wir müssten uns nur genug selbst lieben, kann ins genaue Gegenteil umschlagen, wenn wir uns dadurch vor Augen führen, wie wenig wir diesen Anspruch erfüllen. 

Anzeichen, dass du dich selbst zu wenig liebst

Nun, um ehrlich zu sein: ich denke, du weißt ganz gut darüber Bescheid, wie sehr du dich selbst liebst und wer bestimmt, was zu wenig, genug oder zu viel ist?

Die obige Definition von Wikipedia mag lehrbuchmäßig sein, aber ist dieser Zustand überhaupt zu erreichen? Ist er realistisch und alltagstauglich?

Als Trainerin erlebe ich (Isabel Falconer) immer wieder, dass meine Coachees an diesen völlig überzogenen Ansprüchen scheitern.

Wenn du dir selbst in deinem Alltag häufig Stress machst, etwa 

  • Indem du dich oft selbst verurteilst,
  • Du ewig auf deinen Fehlern aus der Vergangenheit rumkaust,
  • Du die wildesten Zukunftsträume hast, aber kaum etwas davon umgesetzt bekommst,
  • Es dir schwer fällt, die körperlichen Basics zu erfüllen, indem du zu wenig Wasser trinkst, dich ungesund ernährst, zu selten bewegst, zu wenig Zeit im Tageslicht und an der frischen Luft verbringst, deinen Beziehungen zu Freunden und Familie zu wenig Aufmerksamkeit schenkst und nicht für ausreichend Schlaf sorgst,
  • Du meisterhaft im Aufschieben geworden bist: die Schublade quillt über von unerledigtem Papierkram, die Toilette ist schon seit Wochen nicht mehr geputzt, in deinem Kühlschrank verschimmeln Lebensmittel, die Wäscheberge türmen sich,
  • Du den lieben langen Tag destruktive Selbstgespräche führst, mit Worten, die du niemals an eine andere Person richten würdest,
  • Du garstig mit deinen Lieben wirst,
  • Du immer wieder versuchst die Schuld (für was auch immer) bei anderen oder in den Umständen zu finden,
  • Es dir an Disziplin mangelt, gewissen Dinge anzufangen, weiterzumachen, wenn es unbequem wird oder zu einem Ende zu bringen …

Dann könnten das Anzeichen sein, dass du jeden Tag ein bisschen mehr Liebe für dich selbst entwickeln und deinen Selbsthass ablegen darfst. Da kannst du übrigens noch so viel Ursachenforschung betreiben, dir schlaue Affirmationen ausdenken oder in dein Journal schreiben – der kraftvollste Weg für mehr Selbstliebe und weniger Selbsthass ist diszipliniertes Tun.

Was könntest du tun, um den Aspekten, die du an dir magst in deinem Alltag mehr Raum zu geben?

Was kannst du tun, um die Aspekte, die du an dir ablehnst zu akzeptieren und mit ihnen mehr in Frieden zu kommen?

Übrigens: mit manchen Anteilen kann man einfach keinen Frieden schließen. Dann könnte es sehr kraftvoll für dich sein Frieden damit zu schließen, dass du mit diesen Teilen eben nicht in Frieden sein kannst.

Selbstliebe Test – fällt es dir schwer, dich selbst zu lieben?

Hier ein ganz einfacher Test, mit dem du schnell herausfindest, wie es um deine Liebe zu dir selbst bestellt ist:

  1. Stell dich vor deinen Spiegel und betrachte dich ein paar Augenblicke lang.
  2. Sage dir selbst dann laut folgenden Satz
  3. Dein Vorname, ich liebe dich! (in meinem Fall also: Jay, ich liebe dich!)
  4. Beobachte, wie das auf dich wirkt, was für Gedanken hochkommen, wie du dich fühlst.

Geht dir der Satz leicht über die Lippen, oder kommt da sogar Freude hoch? Oder ist es eher ein; naja… und deine innere Kritikerin regt sich? Fängst du an zu stottern oder bist du gar sprachlos, die Worte wollen quasi gar nicht aus deinem Mund kommen?

Im ersten Fall: herzlichen Glückwunsch, das ist gesunde Selbstliebe, du bist auf dem richtigen Weg!

Andernfalls läuft es noch nicht so gut mit dir und Selbstliebe. Da bestünde noch Nachholbedarf und ich möchte dir hier diese nachfolgenden Übungen an Herz legen.

Probier sie aus!

Der erste Schritt zur Selbstliebe – akzeptiere was ist

Mach eine Art Bestandsaufnahme, rät Christiane Olschyna-Inge. Es gibt Dinge oder Eigenschaften an dir, die du nicht ändern kannst (deine Körpergröße) oder willst (deine Körbchengröße).

Richte dein Augenmerk nur noch auf das, was du ändern kannst. Alles andere akzeptierst du so, wie es ist.

Du gehörst zu denjenigen, die meinen:

Das ist ja alles ganz nett, aber ich KANN diese unveränderlichen Sachen an mir einfach nicht akzeptieren!

Meine Antwort dazu lautet:

Das musst du auch nicht Niemand zwingt dich, dich so zu akzeptieren, wie du nunmal bist.

Mach dich ruhig weiter selbst fertig. Konzentriere dich weiter voll auf all deine Schwächen und Fehler. Gib deinen Eltern, dem Schicksal oder dem lieben Gott die Schuld. Sag dir immer wieder, wie sch……… das ist, dass du zu groß, zu klein,  zu schief gewachsen, zu was-auch-immer bist.

Je mehr du dich darauf fokussierst und dich in deinen Selbsthass reinsteigerst, desto schlechter geht’s dir.

Wenn es das ist, was du willst… bitte schön. Es ist dein Leben – deine Entscheidung! Dann mach aber bitte wenigstens eine einzige Sache:

Akzeptiere, dass du dich nicht akzeptieren kannst!

Wenn du schon sonst alles ablehnst an dir, dann akzeptiere wenigstens deine Nicht-Akzeptanz.

Akzeptiere deine Selbstzweifel, dein Selbstmitleid und deine Entscheidung für ein unglückliches Leben.

Selbstliebe lernen – mach keine Challenge draus

Als Gesundheitspraktikerin ist Sarah Eyles grundsätzlich eher skeptisch bei Pauschalaussagen, und plädiert für individuelle Wege.

Sie meint:

Ganz ehrlich, wer von euch hat sich schon morgens nach dem Duschen hingebungsvoll mit Bodylotion eingecremt?

Hatte das wirklich etwas mit Selbstliebe zu tun oder hast du währenddessen hektisch auf die Uhr geschaut und warst in Gedanken schon bei der Arbeit? Vielleicht haben deine Arme noch intensive Zuwendung bekommen, den ungeliebten Bauch hast du schnell abgearbeitet und bei den Beinen blieb nur noch Motivation für einen nachlässigen Streifer Selbstliebe.

Ein weiterer beliebter Ratschlag ist das Candle-Light-Dinner mit sich selbst.

Grundsätzlich eine schöne Idee sich herzurichten, etwas tolles Essen zuzubereiten, den Tisch besonders zu decken und Zeit für sich zu nehmen.

Doch liebt man sich selbst weniger, wenn man es sich in der Jogginghose mit einer Tiefkühlpizza auf der Couch gemütlich macht?

Liebe bedeutet Annahme, Wertschätzung und Respekt, Fürsorge und Achtsamkeit.

Für mich bedeutet Selbstliebe, diese Haltung zu vertreten und kein Challenge von Übungen.

Dafür braucht es keine großen Gesten, keine Dates mit sich selbst, keine mühselig umgesetzten Routinen.

Keine weitere To Do Punkte, die uns ein schlechtes Gewissen machen, weil wir sie wieder mal nicht umgesetzt haben.

Sie geschieht im Kleinen, in Alltagsgesten uns selbst gegenüber, indem wir uns selber zuhören und Ernst nehmen was wir eigentlich wollen.

Das wir uns und unsere Entscheidungen mögen oder zumindest akzeptieren, besonders in Momenten, in denen dies am schwersten ist.

In dem wir offen und wertfrei uns selbst gegenüber sind.

Nimm jede Übung als eine Chance dich zu entdecken, höre dir zu und freue dich wenn du Abneigungen und Interessen von dir entdeckst.

Begegne dir selber mit einem liebevollen Lächeln und verzeih dir wenn du es an manchen Tagen nicht kannst.

Freue dich auf eine Reise und eine Begegnung zu dir selbst, so wie du dich auf deinen Lieblingsmenschen freuen würdest.

Selbstliebe lernen – Übungen

Die gute Nachricht: es geht auch ohne komplizierte, stundenlange Rituale zu bestimmten Mondphasen oder Sternenkonstellationen.

1. Tun ist wie wollen nur krasser

Stelle dir einfach selbst die Frage:

Was kann ich hier und jetzt und heute tun, um ein deutliches Signal für mehr Selbstliebe und weniger Selbsthass an mich selbst auszusenden?

Und dann geh in die Umsetzung. Trink das Wasser. Sortiere die Krempelschublade aus. Kümmere dich um den Wäscheberg. Putz das Klo. Melde dich bei deiner Freundin, an die du schon seit Wochen denkst. (Fast) egal, was: Hauptsache, du machst!

Adina Wolf, Atemtherapeutin empfiehlt:

2. Nutze deinen Alltag, um immer wieder freundlich zu dir zu sein.

Wie oft redest du schlecht über dich?

Wie oft beschimpfst du dich, weil dir ein Missgeschick passiert ist oder Dinge nicht so laufen, wie du es geplant hast?

Sätze wie: Ich bin so blöd oder Ich bin echt zu nichts zu gebrauchen, rutschen dir gedanklich im Alltag öfter raus, als dir SELBST LIEB ist?

Im ersten Schritt geht es darum, dass du dir diesen Situationen bewusst wirst und deine Gedanken beobachtest.

  • Wie oft kommt es vor, dass du dich kritisierst, weil du Fehler machst?
  • Wann machst du dich klein, weil du denkst du bist es nicht wert?
  • Mit welchen Schimpfwörtern redest du dich an, wenn du wütend oder verunsichert bist?
  • In welchen Situationen bist du so unzufrieden mit dir, dass du dich selbst schlecht machst?

Dann halte inne, lächle und nimm einen tiefen Atemzug durch die Nase ein und aus.

Wenn du dir in dem Moment mehr Zeit nehmen kannst, führe folgende einfache Atemübung aus.

Falls der Zeitpunkt gerad ungünstig ist, merke dir die Worte, den Auslöser, das Gefühl oder schreibe oder spreche dir eine kurze Nachricht auf. Du kannst die folgende Übung später leichter durchführen.

Stell dich hüftbreit auf, die Knie leicht gebeugt, die Wirbelsäule ist aufgerichtet, dein Becken ist leicht nach vorn gekippt, deine Schultern sind locker und deine Arme hängen natürlich runter, dein Kopf ist entspannt, du schenkst dir ein inneres Lächeln. Du kannst die Augen dabei schließen. Mit geöffneten Augen ist die kleine Auszeit vom Alltag auch hilfreich.

Nun geh mit deiner Aufmerksamkeit zu deinen Füßen, dass du gut geerdet bist. Stell dir vor, wie du mit dem Einatmen aus deinen Füßen durch deinen Körper in deinen Scheitel atmest und mit der Ausatmung vom Scheitelpunkt in die Erde. Wiederhole diese Atmung mindestens zwei bis fünf Mal, durch die Nase ein und durch die Nase oder Mund aus.

Dein Stand wird fest und dein Kopf wird frei.

Nun führe ein inneres liebevolles Selbstgespräch.

Frage dich, was deine beste Freundin oder eine dir vertrauensvolle Person in diesen Situationen zu dir sagen würde

  • Wie würde diese Person dich aufmuntern, ermutigen, beruhigen?
  • Sprich zu dir, als würde deine Freundin oder die Person, die dich von Herzen liebt, zu dir sprechen
  • Nutze freundschaftlich wohlwollende Formulierungen

Und nun stell dir vor, du nimmst mit der Einatmung die positiven Gedanken und Gefühle aus dem Boden auf, lässt deinen Körper mit Freude und Leichtigkeit durchströmen. Deine negativen Gedanken lässt du mit jeder Ausatmung los und gibst sie in den Boden ab.

Führe diese Übung so lange durch, wie es dir gut geht. Vertraue darauf, dass dein Körper dir ein Signal sendet, wann genug ist.

Öffne dann langsam deine Augen und spüre, wie es dir geht.

Welche Kraft hat dein Gedanke von vorhin? Was fühlst du jetzt?

Am Anfang mag es dir komisch vorkommen. Immerhin sind Selbstgespräche in der Gesellschaft ein gewisses Tabu. Doch mit der Zeit entwickelst du eine liebevollere Beziehung zu dir. Außerdem wird es mehr und mehr Situationen geben, in denen dir bewusst wird, wie du zu dir sprichst.

3. Feier dich (auch für kleine Dinge)

Ja, zugegebenermaßen fällt mir (Jay) das besonders schwer.

Feier dich

  • für die schwierige Verhandlung, die du geführt hast,
  • das unangenehme Telefonat, dass du jetzt endlich nach 2 Wochen erledigt hast
  • den Umsatz, den du eingefahren hast
  • den kleiner werdenden Berg Bügelwäsche

Warte nicht darauf, dass andere es bemerken und dich loben. Es muss nicht immer mit Schampus und Festtagsmenü sein. Schau auf deine Selbstliebe Liste (siehe Übung oben)und tu dir selbst etwas gutes.

4. Steh zu deinen Wünschen und Bedürfnissen

Es ist völlig normal, Wünsche und Bedürfnisse zu haben, diese ernst zu nehmen und sie sich zu erfüllen. Sag was du willst und steh dazu. Das hat nichts mit Egoismus zu tun, sondern erleichtert anderen den Umgang mit dir. Das Rätselraten hat dann ein Ende, denn niemand kann Gedankenlesen.

5. Sei dir selber deine beste Freundin.

Unterstütze dich selbst, tröste dich selbst, nimm dich selber in den Arm, rät Martha Leverkus, systemische Beraterin.

Was hilft es dir, dich selber zu zerfleischen? Gar nichts. Du versaust dir nur den Tag.

Trainiere Nachsicht, denn:

  • Wir machen Fehler.
  • Wir sind mal schlecht drauf.
  • Wir haben mal keine Lust.
  • Es ist uns mal alles zu viel.

Du hast jedes Mal die Chance, dir zu verzeihen, dich zu trösten und wieder aufzurichten.

Wenn du das selber für dich tun kannst, kannst du alles schaffen. Glaub mir! Wer sich selber liebt, ist unbesiegbar!

Warum ist das es so schwierig, uns selber so zu behandeln, wie wir andere behandeln?

Unsere Sozialisation hat einen bedeutenden Einfluss auf uns und unser Denken und Handeln. In unserer Gesellschaft werden Kinder für zuvorkommendes Verhalten gelobt. Für selbstbezogenes, nennen wir es selbst-umsorgendes Verhalten werden sie eher getadelt.

Wir sollen im Kleinkindalter teilen, uns nicht körperlich wehren oder verteidigen, lächeln, obwohl wir nicht wollen.

Dabei ist das viel zu früh viel zu viel erwartet. Wir lernen erstmal das ICH begreifen. Und zwar in Abgrenzung zu anderen. Da ist nichts mit Teilen. Da ist der Fokus auf dem Selbst. Menschlicher Egoismus. Der nicht andere am langen Arm verhungern lässt, sondern einfach das Ich mit seinen Grenzen erkennt. Und anerkennt.

Was für ein unglaublich wichtiger Lernprozess im Leben eines jeden kleinen Menschen. Und so häufig durch das Intervenieren der Erwachsenen (die es ja auch nicht besser gelernt haben) gestört.

Gesunden Egoismus wieder lernen

Was wir abtrainiert bekommen haben als Kinder, müssen wir uns also später wieder drauf schaffen.

Mühsam dürfen wir lernen, dass wir Grenzen haben, die wir achten und verteidigen dürfen.

Und wir dürfen lernen, dass das nicht a-sozial ist, sondern wichtig, um selber gesund zu bleiben.

Uns achten, uns lieben, uns schützen, uns hegen und pflegen.

Du verdienst deine beste Version

Wenn du es schaffst, Verständnis für dich aufzubringen, einen liebevollen Blick auf dich haben kannst, dann wird dein Leben so viel bunter und glänzender.

Selbstliebe Sprüche & Zitate

Ich habe das Recht dazu, genau die Person zu sein, die ich wirklich sein möchte.

Michelle Obama

Man muss sich von sich selbst auch nicht alles gefallen lassen.

Viktor Frankl

Ich liebe dich, aber ich liebe mich mehr…

Samantha in Sex and the City

Liebe dich zuerst und alles andere passt zusammen. Du musst dich wirklich lieben, um etwas in dieser Welt zu schaffen.

Lucille Ball

Wenn du fliegen willst, musst du die Sachen loslassen, die dich runterziehen.

Toni Morrison

Achte dich selbst, wenn du willst, dass andere dich achten sollen!

Adolph Freiherr Knigge

Sich selbst zu lieben ist der Beginn einer lebenslangen Romanze.

Oscar Wilde

Du kritisierst dich schon seit Jahren und es hat nicht funktioniert. Versuche dich selbst anzuerkennen, und sieh, was passiert.

Louise L. Hay

Was du denkst, bist du. Was du bist, strahlst du aus. Was du ausstrahlst ziehst du an.

Buddha

Schönheit beginnt in dem Moment, in dem du beschließt, du selbst zu sein.

Coco Chanel

Der beste Weg, einen Freund zu haben, ist der, selbst einer zu sein.

Ralph Waldo Emerson

21 Kommentare zu „Selbstliebe – warum, wie geht das & 5 Tipps für den Alltag“

  1. Pingback: Selbstliebe in einer Beziehung - Familie-Liebe-Frieden

  2. Was für ein wundervoller Beitrag. So viele unterschiedliche Stimmen. So viele Sichten und Inspirationen. Einfach Klasse. Besonders gefallen hat mir, dass die Spiegelübung Erwähnung gefunden hat. Ich selbst liebe diese Übung und diese Übung hat mein Leben sicher gewandelt!
    Ich freue mich, dass ich Teil dieser Blogparade sein darf und lade alle Interessierten gern auf meinen Blog ein.
    Bei mir geht es ganz konkret darum, wie die Selbstliebe in einer Beziehung gelebt wird. Ich erkläre ganz kurz, warum Selbstliebe hier wichtig ist und gebe 7 Tipps Selbstliebe in deiner Partnerschaft zu leben. https://familie-liebe-frieden.de/selbstliebe-partnerschaft/

  3. Selbstfürsorge ist ein wesentlicher Teil von Selbstliebe. Davon bin ich fest überzeugt.
    Ich hab‘s aber nicht so mit Schaumbädern, sphärischer Musik und Schokolade… Und bin irritiert über das, was im Allgemeinen so alles angeboten wird.

    Im Blogbeitrag „Selbstfürsorge – Schaumbad oder Heavy Metal“ geht es NICHT um Schaumbäder. Und schon gar nicht um Schokolade als DAS Heilmittel. Es wird die ganz simple Frage gestellt, warum wir nicht einfach das tun, was just, genau jetzt in diesem Moment, gut für uns ist. Schau‘ mal, ob sie für Dich beantwortet wird.

    Ich bin gespannt 😊

    https://www.frauvommain.de/post/selbstfürsorge-heißes-bad-oder-heavy-metal

  4. Liebe Jay, auch von mir ein herzliches Dankeschön für Deine Blogparade zu diesem so wichtigen Thema. Ich freue mich sehr, Dich bei den Schreibrebellinnen gefunden zu haben! Ja, es ist #zeitfürheldinnen!

    Mein Beitrag hat mit Selbstliebe in der Trauer zu tun – als Hilfestellung für alle, die gerade im Trauerprozess sind und sich fragen, wie es weitergehen soll, aber auch als mein persönlicher Erfahrungsbericht.

    https://sabinescholze.net/selbstliebe-in-den-4-trauerphasen/

    Herzliche Grüße, Sabine

  5. Pingback: Monatsrückblick Februar 2022 - alles ist irgendwie magisch – Sabine Scholze - Trauerbegleitung

  6. Pingback: Selbstliebe als Mama – ein Widerspruch in sich? - Sonja Oberlehner

  7. Danke für die Blogparade zu so einem wichtigen Thema, an der ich gern (in letzter Minute) teilnehme:

    https://sonjaoberlehner.at/selbstliebe-als-mama-ein-widerspruch-in-sich/

    Ich habe über das Thema
    Selbstliebe als Mama – ein Widerspruch in sich geschrieben

    So viele Mamas nehmen ihre Kinder am wichtigsten, stellen sich selbst hinten an, missachten ihre eigenen Bedürfnisse – dabei wäre es so wichtig, dass sich die Mama als Vorbild selbst wichtig nimmt und lernt sich selbst zu lieben. Kurz gehe ich auch auf das Thema der hohen Ansprüche an sich selbst als Mama ein.

  8. Liebe Jay,
    herzlichen Dank für deine Blogparade mit einem sehr wichtigen Thema Selbstliebe!
    Das Thema Selbst ist Fundament meiner Arbeit ❤️ nach den Mottos:
    1. Alles ist auf das Selbst gerichtet.
    2. Am eigenen Selbst zu arbeiten, trägt lebenslang Früchte.
    In meinem Blogartikel geht es um “Selbstliebe: ein starkes Selbst im Beruf und in Beziehungen”

    #zeitderheldinnen küsst den Frühling, der nach Liebe und vor allem nach Selbstliebe riecht ❤️

    Herzlichst mit besten Wünschen
    Soheila

  9. Liebe Jay, danke für die tolle Möglichkeit, auch aus meiner Sicht einen Beitrag zu diesem wichtigen Thema zu leisten.

    Ich möchte zeigen, wie wichtig es ist, sich selbst im eigenen Business wichtig zu nehmen und warum es auf viele verschiedene Dinge positiven Einfluss hat:

    Sei du selbst in deinem Business

    https://www.facebook.com/macheseinfachanders/posts/2022301084621152?__cft__%5B0%5D=AZVIuuEJFyOTd4JzPkZN-7ObTVe_6UvcBjV1A_icwvccCMOT57TnxruNVTXdGbtUSQURb-UQDRVIIIuKJ-MFW0Nsn9V5xie_3fMWBsKN3xGyQdP3iFOkhhaZ1CVX0KnvdIIsomlkJUFT6o4n0wxdFkK8WTTfPEkuWDL69hppZ95V1hhZnLqE68YK1KQvrJD1C7Y&__tn__=%2CO%2CP-R

  10. Es ist einfach toll, so einen Beitrag zu lesen, vor allem wenn es um Selbstliebe geht. Danke für die unermüdliche Arbeit, die in diesem Blog steckt.
    Lg Emma

  11. Gerd und Christine Spranger

    Vielen Dank für Ihre schönen Gedankenanstöße zur Selbstliebe. Für uns war es ein harter Weg, bis wir es schafften, uns selbst zu lieben. Und manchmal ist es heute noch in manchen Situationen eine Herausforderung.

    Aber die Eigenliebe ist unabdingbar um zu überleben. Das haben wir immer wieder erfahren. Es war für uns nicht leicht – für jeden Einzelnen von uns – es zu schaffen, uns selbst zu mögen. Besonders in unseren jüngeren Jahren und am Anfang unserer Beziehung.

    Sich selbst zu mögen geht ja vielleicht noch. Aber sich selbst zu lieben ist nochmal eine Steigerung. Die Selbstliebe zu erringen gleicht einem Sieg bei einem Marathonlauf.

    Wer jetzt denkt, Selbstliebe hätte etwas mit Egoismus oder Narzissmus zu tun, der liegt falsch. Für uns ging es darum, uns selbst mit allen Mängeln und Nachteilen zu aktzeptieren. Das ist heute besonders schwer, wenn dir von den Medien vorgegaukelt wird, wie du aussehen musst oder was du besitzen musst, um ein toller Typ zu sein.

    Dabei geht es gar nicht darum. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es wichtig ist, mit sich selbst gut auszukommen. Uns gelang das immer besser, als wir im Laufe der Zeit lernten, mit uns selbst nicht zu streng zu sein. Je älter man wird, umso mehr lernt man sich kennen. Man weiß im Laufe der Zeit, was einem gut tut und was man lieber lassen sollte.

    Natürlich schlägt man immer wieder gern einmal über die Strenge, trinkt ein Gläschen zu viel oder ist durch zuviel Arbeit viel zu gestresst. Aber im Großen und Ganzen haben wir heute gelernt, auf uns selbst zu schauen und rechtzeitig stop zu sagen, wenn wir einerseits über die Strenge schlagen oder andererseits zu streng zu uns selbst sind.

    Es geht doch im Leben darum, sich selbst so gut kennenzulernen und sich mit sich selbst auch ein Stück zu versöhnen und sich so anzunehmen, wie man eben ist. Das bedeutet nicht, dass man noch Verbesserungsversuche machen kann. Aber sich daran aufarbeiten sollte man nicht.

    1. Ja, mit 50 ist es anders als mit 20 oder 30 – gleiche Probleme, andere Aspekte und doch immer wieder der Dreh- und Angelpunkt der Selbstliebe.
      Es ist Blödsinn zu glauben, dass mich jemand anderes mich lieben muss, weil ich es selbst nicht kann. Niemand kann diesen gefühlten “Mangel” an Liebe in dir selbst “stopfen”, als tatsächlich du selbst.
      Die tiefe Einsicht, dass ich als Mittelpunkt meines Universums bei mir anfangen muss mit der Liebe und es dann nach außen geht.
      Ist es leicht?
      Ne.
      Oder mal mehr mal weniger.
      Und ein ewiger Prozess, der wohl erst mit dem Tod endet (das hätte ich gerne früher gewusst).
      Doch er lohnt sich sooo sehr.

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